24.08.2017

Warum wird der Mensch doch nicht aus Schaden klug?

Warum wird der Mensch doch nicht aus Schaden klug? 

Die Geschichte mit dem kleinen Kind, das sich an der heißen Ofenplatte sein zartes Händchen verbrennt und dieses Erlebnis als lebenslange Warnung verinnerlichen möge, ist generationenübergreifend aktuell und wird als Metapher immer wieder zeigefingerähnlich benutzt, wenn es darum geht, dem Nachwuchs zu erklären, wie sinnvoll es doch ist, aus Schaden klug zu werden. -

Was hat der Mensch nicht alles schon Bitteres und Brutales erlebt dass er die Hoffnung hatte, jetzt aber wirklich und endgültig die richtigen Lehren aus dieser oder jener Katastrophe zu ziehen. Die Geschichtsbücher sind voll von gescheiterten Herrschaftssystem, fehlgeleiteten Ideologien, verqueren Weltanschauungen bis hin zur Irrationalität und Gier eines entfesselten Kapitalismus'. Nach jedem Völkermord, nach jedem Krieg, nach jeder Zerstörung - auch der von der Natur - ist der Mensch willig zu lernen. Vordergründig jedenfalls. Aber die Geschichte offenbart genau das Gegenteil. Die Wahrheit ist, dass die Lage nie besser geworden ist, sondern eher bedenklicher wurde. Schmerzen, Leid und Frustration scheinen alleine nicht zu genügen, den Menschen klüger und weiser werden zu lassen. Unser "schneller, höher, weiter" scheint augenscheinlich doch nicht der richtige Lösungsansatz zu sein. Und wenn, dann nur für einige wenige.

Klug ist der Mutige, das Falsche zu (ver) ändern!

Auch die heutige Zeit mit ihren weltweit empor sprießenden Populisten spiegelt ein trauriges Bild wider. Wieder und wieder.
Man hatte sich doch so viel vorgenommen.
Wer ist eigentlich "m a n"? -

Den richtigen Weg aus dieser Misere können nur "w i r" mit höherem Wissen und einer besseren Bildung finden. Und ja, das kostet Geld. Das Verplempern von Billionensummen hingegen - zur Rettung von Banken und Unterstützung von Industrieunternehmen - hat sich als Irrweg erwiesen. Auch wenn es noch kaum jemand wahrhaben will, spektakulärer Aktionismus und sogenannte "Rettungsschirme" öffnen nur die Schleusen für weitere irreparable Schäden. -

Glauben wir in der westlichen und aufgeklärten Welt allen Ernstes, auf einer Insel der Glückseligen zu leben? Sozusagen als Auserwählte? Es scheint fast so, bei den Möglichkeiten die wir haben, uns ein Stück persönliche Sicherheit zu erwerben. Und sei es nur dadurch, dass wir unseren Lebensunterhalt erarbeiten und uns ein kleines Stückchen Zukunft mit Gold- oder Silberanlagen sichern können? Unabhängig von allen unbelehrbaren Pfeifen dieser Welt.
 
Wäre es nicht eine Überlegung wert, dieses allen Menschen zu ermöglichen? Es wäre so einfach. Wir bräuchten nur ein einziges Mal aus einem Schiffbruch lernen. Sicherlich fände man dann auch eine treffende Metapher, die es sich lohnt, nachfolgenden Generationen weiter zu vererben.
Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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