10.09.2017

Aufstieg oder Abstieg? Drin bleiben ist in der Politik oftmals zu wenig

Aufstieg oder Abstieg? Drin bleiben ist in der Politik oftmals zu wenig

Die Metapher In-der- ersten-Liga- spielen ist in der Politik und im Postengezerre dieser Ego-Branche ebenso zuhause wie in der ersten und zweiten  Fußball-Bundesliga. Alle wollen erstklassig sein und möglichst mit dem Abstieg nicht zu tun haben. Der Bundestagswahlkampf ähnelt genau diesem Abstiegskampf, von dem alle Akteure überzeugt sind, dass es sie nicht trifft. Umfragewerte hin, Durchschnittswerte her, jeder kämpft mehr oder weniger sinnvoll für sein Team respektive für seinen eigenen Job. Auch wenn die Punkteausbeute gut zwei Wochen vor der Wahl noch nicht den gesteckten Zielen entspricht und die Chance auf den Klassenerhalt bei einigen Teams bröckelt, gekämpft wird bis zum letzten Spieltag.

Vor allen Dingen, „abgerechnet wird am Schluss“ so der einhellige und geistreiche Tenor. Viele politische Schicksale hängen in diesen Tagen an einem seidenen Faden. Sollten die Wähler mal wieder nicht begriffen haben was gemeint ist, sind ihre Tage als Amtsinhaber oder Kandidat gezählt.

Und wer zudem noch zwischen die Rechten und Linken, beziehungsweise die Fundi- und Realo-Stühle gerät, braucht zum persönlichen Abstieg fast schon kein Wählervotum mehr. Den Spagat zwischen Top oder Flop regelt im Zweifelsfall schon das eigene Team. Aber es ist auch manch historische Konstellation möglich. Wie bei Gold- und Silberanlagen. Nur mit dem einen Unterschied, dass Gold und Silber keine Zweitklassigkeit kennen. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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