22.09.2017

Der getrübte Blick in den Rückspiegel

Der getrübte Blick in den Rückspiegel 

Sollte der Souverän am 24. September der amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel eine vierte Amtszeit ermöglichen - egal in welcher Konstellation - ähnelt ihr zeitliches Wirken für Deutschland der Amtszeit des Dauerkanzlers Helmut Kohl. Mit beiden Rekord-Chefs von der CDU wäre jeweils eine ganze Generation aufgewachsen. Wie es anders hätte sein können - mit einem anderen Kanzler oder anderen Kanzlerin - das haben diese Menschen zwischen Schultütenzauber und Hochschulreife nicht erlebt. 

Jetzt, so kurz vor der Wahl, werfen sich alle Parteien, ob in der Regierung, als Opposition oder wie FDP und AfD als außerparlamentarische Opposition, noch einmal kräftig ins Zeug für ein gottgleiches Fazit in "Sachen Merkel". Was ist geschafft und was nicht? Und dabei gehen die Meinungen mal realistisch, mal parteibrillengefärbt und manchmal auch megapeinlich auseinander. Selbst die Mitentscheider in der GroKO von der SPD waren im Nachhinein bei allen Erfolgen federführend, während sie bei Diesel, Rettungsschirm und Flüchtlingsdrama anscheinend noch nicht mal mit am Kabinettstisch saßen. Alles, was nicht geklappt hat, logo, ist Frau Merkel Schuld. Wer auch sonst? "Und überhaupt", schallt es neidisch aus allen Ecken, "wollen wir wieder einer ganzen Generation nur e i n Kanzler(innen)gesicht präsentieren?" -

Und das trotz weltweit anerkannter, herausragender Arbeit dieser Kanzlerin?! - Gegenfrage? Ließe sich ein erfolgreicher Kapitalanleger in Gold und Silber seine bewusst getroffenen Entscheidungen mit solch penetranter Subjektivität umstimmen? - Wohl kaum, ... mal ganz objektiv betrachtet! Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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