28.09.2017

Der König fordert und der Präsident liefert prompt

Der König fordert und der Präsident liefert prompt 

Wollte er nicht Jobs schaffen und alles wieder in den US freundlichen wirtschaftlich Fluss lenken? Der unantastbare Macher aus Washington und "Jobbringer, wie es ihn auf dieser Erde noch nie gab", Zitat Donald Trump. -

Und schon wieder wird der große Staatschef mit ebenso großem sozialen Herzen von anderen genötigt, genau das Gegenteil zu tun. Wie viel politische "Schicksalsschläge" müssen diesen Samariter vor dem Herrn noch ereilen? Man lässt ihn einfach nicht s e i n D i n g durchziehen. Was hat dieser Mann bloß verbrochen, dass ihm wieder und wieder so bitter mitgespielt wird?

Für die einen ist sein Handeln eine parteipolitische Katastrophe, für die andern der richtige Schritt in die Realpolitik. Was stimmt den nun? 
Fakt ist, der große Jongleur politischer Fake-News hat die US-Botschafterin in Jordanien, Alice Wells abgezogen, sprich fristlos gekündigt. Auf Wunsch des Königs Abdullah II. von Jordanien. Und das, obwohl die Diplomatin nichts Falsches oder gar Fragwürdiges fabriziert hat. Und das, obwohl amerikanische Botschafterinnen und Botschafter im Normalfall drei Jahre im Amt bleiben. Auch mit dem Wissen, dass Alice Wells einen Sonderfall darstellt, weil der Wechsel der gesamten Diplomatengilde nach einem Präsidentenwechsel den politischen Normalfall abbildet, muss sich der Präsidenten von Amerika fragen lassen, was das soll, eine Diplomatin, ein paar Monate vor ihrer eigentlichen und politisch vertretbaren Entlassung einem nörgelnden König auf dem Tablett zu servieren.


Alice Wells war eine zuverlässige und engagierte Botschafterin, die 28 Jahre im Auswärtigen Dienst der Vereinigten Staaten von Amerika tätig war. Nur eben bei "Königs von Jordanien" war sie nicht gut gelitten. Diese, wie auch immer begründete Antipathie der "Königs" gegenüber der Amerikanerin reicht bis in die Amtszeit Barack Obamas zurück. Trumps Vorgänger jedoch ließ nicht mit sich reden dieses "schwierige Verhältnis", wie es hinter vorgehaltener Hand hieß, möglichst unkompliziert im Sinne des Herrschers zu korrigieren. Er bestand darauf, dass Abdullah II. dieses gespaltene Verhältnis ertragen müsse. Eine Entscheidung, die genau vom Gegenteil des diplomatischen Rundumschlags seines Nachfolgers Trump zeugt. 
Vielleicht hätte Trump doch schon mal eher in den handschriftlichen Brief schauen sollen, der traditionsgemäß vom Vorgänger des amtierenden Präsidenten zur Amtseinführung an seinen Nachfolger im Oval Office hinterlegt wird. Denn wer die "Blue Notes" des ersten afroamerikanischen Präsidenten Barack Obama gewillt ist zu lesen, wird von den Zugkräften der Tagespolitik hin zu den Instrumenten der Einhaltung der Bürgerrechte geführt. - 

Was würden Goldanleger wohl sagen, wenn sie so mies behandelt würden. Wenn das, was gestern noch galt, durch irgendeinen Wirrkopf grundlos ad absurdum geführt würde? Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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