01.10.2017

Die Landshut - Ein Stück Deutsche Geschichte kehrt als Mahnmal zurück

Die Landshut - Ein Stück Deutsche Geschichte kehrt als Mahnmal zurück 

Im sogenannten "heißen Herbst" des Jahres 1977 zog sich eine blutige Terrorspur quer durch die Bundesrepublik Deutschland. Anschläge, Entführungen und Morde der linken Terrorgruppe Rote Armee Fraktion (RAF) führten die Republik quasi in Wochentakt an den Rand des Erträglichen. 


Zwei schlimme Ereignisse griffen wie kleine Zahnrädchen ineinander. Die Entführung des damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer (5.09.1977) durch Terroristen der RAF, sowie die Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" am 13.10.1977 durch eine palästinensische Terrororganisation, die das Ziel hatte, inhaftierte RAF-Mitglieder freizupressen. Eine Woche nachdem die Geiseln der "Landshut" durch ein Kommando des Bundesgrenzschutzes (GSG 9) befreit wurden, fand man Hanns Martin Schleyer tot im Kofferraum eines Autos. Die RAF hatte ihn erschossen. - Jetzt, 40 Jahre danach kauft Deutschland von Brasilien die Boeing 737-200 für einen Schrottwert von ca. 20.000 Euro an, um sie zu restaurieren und dann im Luft- und Raumfahrtmuseums in Friedrichshafen (Bodensee) auszustellen. - 

Für den demokratischen Rechtsstaat ist die Landshut ein Mahnmal sich niemals erpressen zulassen. Für die Hinterbliebenen des Flugkapitäns Jürgen Schumann, der als einziger sein Leben ließ, mag sie hoffentlich ein seelischer Schlusspunkt einer furchtbaren Tat sein. -

Vier Jahrzehnte sind nur ein Wimpernschlag der Geschichte. Gemessen am Goldpreis liegen zwischen 1977 und 2017 aber Welten. Lag der Goldpreis 1977 bei 160,45 US$, glänzt er im Herbst 2017 mit 1.323,90 US$. Für künftige Goldanleger keine unwichtige Betrachtungsweise. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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