13.10.2017

Euro-Münzen - Der verkannte Schatz im Geldbeutel

Euro-Münzen - Der verkannte Schatz im Geldbeutel

Für die Crash-Propheten von AfD und Co. ist der Euro „Teufelszeug“ und gehört so schnell wie möglich abgeschafft. Und wenn der AfD-ler Jörg Meuthen süffisant feststellt, dass das mittlerweile auch der letzte Depp begriffen hat, spätestens dann wird es höchste Zeit, die ewig Gestrigen über ihren unbegründeten Blödsinn aufzuklären.

Bei allem Für und Wider zum Thema Euro gibt es aber auch jene „Euro-Genießer“ die glücklich darüber sind ohne dauernde „Geldumtauscherei“ quer durch Europa reisen zu können. Die wenigsten von ihnen wissen aber, dass die Euro-Münzen aus den sogenannten „Mini-Staaten“ wie San Marino, Monaco, Andorra oder dem Vatikan begehrte Sammlerstücke sind. Weil sie in deutlich niedrigeren Stückzahlen geprägt werden als ihre Münzverwandtschaft aus weitaus größeren Ländern - wie zum Beispiel Deutschland - kann sich die Wertsteigerung dieser seltenen Münzen mitunter wahrlich sehen lassen. 

Es gilt: Je niedriger die Auflage, je höher der mögliche Wert. Beides lässt sich übrigens im Internet über Suchmaschinen fantastisch googeln.

So hat zum Beispiel das 2007 erschienene Zwei-Euro-Stück mit Monacos legendärer Fürstin Grace Kelly (1929-1982) - auch aufgrund der geringen Auflage von nur 20.000 Stück - mittlerweile einen Sammlerwert von weit über 1.000 Euro. Das gleiche gilt - wenn auch weniger Wert steigernd - für die Zwei-Euro-Münze ihres Sohnes, Fürst Albert von Monaco, die 2011 zu seiner Vermählung mit der ehemaligen südafrikanischen Schwimmerin  Charléne erschienen ist. Inzwischen beträgt der Sammlerwert dieser Münze fast 50 Euro. Ein Beispiel mit weniger Prominenz im Background liefert die 2014 geprägte Ein-Cent-Münze aus dem Zwergstaat Andorra. Sie wird aber immerhin schon mit 30 Euro gehandelt.

Aber es sind nicht immer nur die Münzen kleiner Auflagen mit bekannten Konterfeis verstorbener Zeitgenossen die einen möglichen Mehrwert bringen. Auch Fehlprägungen von Euro-Münzen sind für Spezialsammler von besonderem Wert.

Als im Jahr 2007 Bulgarien und Rumänien der EU beitraten vergaß man die auf der Werteseite abgebildete Europakarte zu ändern. Für das genaue Gegenteil steht die 2006 geprägte Zwei-Euro-Münze aus Finnland. Sie war mit der neuen Europakarte versehentlich zu früh in Umlauf gekommen. Ihr Sammlerwert liegt bereits bei 100 Euro. -

Wer in seinem Portemonnaie eine oder vielleicht sogar mehrere dieser „Schnäppchen-Münzen“ findet und sie dann zu mehr Geld machen will, sollte mehrere Münzhändler aufsuchen. So können selbst bei gleicher Werteinschätzung die Verkaufsgebühren unterschiedlich sein. Keine Wertsteigerung haben sogenannte „Starterkits“ vom Euro-Start 2002. Es sei denn, sie kommen aus den oben genannten Kleinstaaten. Und sind sie dann noch ungeöffnet, bieten Sammler bis zu 500 Euro. - Kapitalanleger in Gold und Silber wüssten sofort, was sie damit machten. Gerade jetzt im Herbst 2017. Eine Anlage für die Zukunft natürlich! Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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