16.10.2017

Zwei Wähleraufträge für ein Europa - Geht das gut?

Zwei Wähleraufträge für ein Europa - Geht das gut? 

Vorbei ist das Super-Wahljahr 2017. Österreich setzt mit seinem Gegenstück zur deutschen Bundestagswahl einen paukenschlagähnlichen Schlusspunkt.
 

Der von allen befürchtete Rechtsruck in der Alpenrepublik ist genauso eingetreten wie vorausgesagt. ÖVP und FPÖ gehen als klare Sieger bei der Wahl zum neuen Nationalrat hervor. Österreich bekommt mit Sebastian Kurz den jüngsten Kanzler Österreichs, und Europa den jüngsten Staatschef. Und wenn die inhaltlichen Übereinstimmungen mit der rechtspopulistischen FPÖ nicht nur Wahlkampfgetöse war, dann geht die Saat des 2008 bei einem Autounfall verstorbenen FPÖ-Vorsitzenden Jörg Haider voll auf. Seine Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) wird aller Voraussicht nach das Alpenland mitregieren. Und die Pflöcke die Jörg Haider eingerammt hat sind verdammt dick.

Für den abgewählten Bundeskanzler Christian Kern von der SPÖ, und die Grünen-Chefin Ulrike Lunacek, ist der Wahlausgang ein Debakel. Ganz im Gegensatz zum Wahlgewinner und künftigen Kanzler Österreichs, Sebastian Kurz. Dieser frohlockt, das Unmögliche möglich gemacht zu haben. Die "Chance auf Veränderung" sei endlich greifbar. Er werde, so wörtlich "einen neuen politischen Stil etablieren". Das Wahlergebnis sei ein deutlicher Auftrag Europa vor Zuwanderung zu schützen.

Aber was ist mit dem Wählerauftrag, den der französische Staatspräsident Emmanuel Macron unlängst von seinem Volk erhalten hat? Gegen seine Kontrahentin von der französischen Rechtsextremen Front National? Für das gleiche Europa. - Wenn Goldanleger von Gold sprechen, meinen sie immer das gleiche. Das, für die gesicherte Zukunft! Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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