20.10.2017

Nach der Wahl ist vor dem Stühlerücken

Nach der Wahl ist vor dem Stühlerücken 

Nach der Bundestagswahl beginnt nicht nur das große Stühlerücken im Plenarsaal. Es heißt auch Stühle hinzustellen. Denn im neu gewählten Bundestag müssen künftig 709 statt 631 Abgeordnete Platz finden. Der Grund, dass sich der Bundestag immer weiter aufbläht liegt nicht ursächlich daran, dass mehr Parteien in den Bundestag eingezogen sind. Die 22. Änderung des neuen Wahlrechts aus dem Jahr 2012 macht es möglich. Anders als bisher können sogenannte Überhangmandate (mehr errungene Direktmandate in einem Bundesland als der Zweitstimmenanteil einer Partei hergibt) ausgeglichen werden. Und zwar mit so vielen Ausgleichsmandaten, bis die Gesamtzahl der Sitze eine Ausgewogenheit im Parlament erreicht. Bei der diesjährigen Bundestagswahl könnte man der CDU respektive ihren Zweitstimmenverweigerern die "Hauptschuld" für das XXL Parlament geben. 
 

Als hätte die Bundestagswahl nicht schon Probleme genug hervorgebracht, ist für einige Neuankömmlinge die richtige Bestuhlung - nämlich die, nach ihrer politischen Ausrichtung - plötzlich ein großes Politikum. Weil die von allen ungeliebte AfD sich mit 94 Sitzen anmeldet (parteiinterne Abgänge vorbehalten), stehen bei den anderen politischen Blöcken gewisse Traditionen zur Disposition. Direkt neben den "rechten Schmuddelkindern" will keiner sitzen. Der erste Akt demokratischen Umgangs mit den Newcomern ist damit eröffnet. 

Eine derartige Abneigung ist Edelmetallen völlig fremd. Im Gegenteil. Man schmückt sich gerne mit ihnen und schätzt traditionell ihren Wert. Kapitalanleger in Gold wissen genau, wo sie ihr Geld platzieren. Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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