23.10.2017

Regierungsbildung - Eine Schnecke als Tempogeber

Regierungsbildung - Eine Schnecke als Tempogeber

Der Wähler ist das Problem. Was ja nicht neu ist, nach Wahlen. Aber mit diesem Wahlergebnis vom 24.9. haben die Wählerinnen und Wähler die möglichen Koalitionäre vor eine Mammutaufgabe gestellt. Rechts, halbrechts bis mittig, gegen mitteliberal, halblinks und fundamental. Es kommt einem vor, als hätte der Wähler die ganze politische Farbpalette an den Verhandlungstisch beordert. Und weil die SPD sich zur Neuerfindung schmollend in die Opposition verkriecht bleibt das ganze Wahlmalheur an CDU/CSU, FDP und den Grünen hängen. Aber so richtig Bock auf die sogenannte "Jamaika-Koalition" hat von ihnen keiner. Muss ja auch erst einmal nicht sein. Denn die Bundeskanzlerin will die anstehende Niedersachsenwahl abwarten, um dann gestärkt loszulegen.

Aber auch in Niedersachsen schießt die lästige Spezies "Wähler" tatsächlich schon wieder quer und fällt "unserer Angie" zum zweiten Mal in drei Wochen in den Rücken. Zu allem Übel tritt auch noch Sachsens CDU-Ministerpräsident Stanislaw Tillich zurück, dessen Bundesland maßgeblich mit Pegida-Demos und AfD-Hetze für den Wunsch einiger CSU Granden gesorgt hat, die rechte politische Flanke schleunigst zu schließen. Und nun, vier Wochen nach der Bundestagswahl muss die Schnecke in die Gänge kommen. Das Ziel heißt Formelkompromisse. Wie, jetzt schon?

Kapitalanleger in Gold und Silber käme es nie in den Sinn, wertvolle Zeit verstreichen zu lassen. Vielleicht liegt der Erfolg, Geld in Gold zu tauschen, genau darin begründet. - Thomas Straub / valvero Sachwerte GmbH, Berlin



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